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Kundenwissen · Models Wenn niemand ins Bild will.

Es gibt einen Satz, der in fast jedem Betrieb fällt, sobald ein Termin näher rückt: „Und wer soll da jetzt drauf?“ Manchmal meldet sich niemand. Das ist kein schlechtes Zeichen und kein Grund, jemanden zu überreden – es gibt eine Antwort dafür.

Portrait vor dunklem Grund – Patzsch Werbefotografie
02·08Portrait Besetzung

Der häufigste Grund heißt Scheu.

Nicht jeder möchte auf der Website des Arbeitgebers stehen, und die wenigsten sagen das offen. Stattdessen heißt es, man sei an dem Tag ohnehin unterwegs. Ich kenne das aus jedem zweiten Betrieb, und es ist völlig in Ordnung: Wer nicht möchte, gehört nicht ins Bild. Überredete Menschen sieht man auf Fotos, und zwar sofort.

Was die Sache entspannt: Es gibt mehrere Wege, und keiner davon endet damit, dass Ihre Website ohne Menschen auskommen muss.

Wann ein Model die richtige Antwort ist.

  • Die Szene braucht eine Rolle, die niemand im Haus spielt. Der Kunde am Tresen, der Gast im Sessel, der Handwerker, der Ihr Produkt verbaut.
  • Die Zielgruppe soll im Bild sichtbar sein – und sie arbeitet nicht bei Ihnen. Wer Produkte für Familien macht, hat selten eine Familie in der Fertigung stehen.
  • Es ist niemand da. Schichtbetrieb, Urlaubszeit, ein Team von drei Personen, das an dem Tag Kunden hat.
  • Das Bild soll lange halten. Wer ein Gesicht sucht, das nicht mit dem nächsten Wechsel im Team unbrauchbar wird, ist mit einem Model besser bedient – das gilt besonders für gedruckte Sachen mit langer Laufzeit.

Wann es ohne besser ist.

Sobald es um Ihren Betrieb selbst geht, sind Ihre Mitarbeiter unschlagbar. Wer seit zwölf Jahren an der Maschine steht, fasst sie anders an als jemand, der es nachmacht – und man sieht es. Das gilt für jede Arbeitshandlung, für Werkzeug in der Hand, für den kurzen Blick zwischen zwei Kollegen.

Für Stellenanzeigen gilt es doppelt: Wer sich bewirbt, will sehen, mit wem er arbeitet. Ein gebuchtes Gesicht in der Karriereseite fällt auf, spätestens am ersten Arbeitstag.

Deshalb ist die Mischung der Normalfall: Models für die Szenen, die gestellt sind, die eigenen Mitarbeiter für die Arbeit. Genau so habe ich es zum Beispiel für Signal Iduna gemacht – Models und Mitarbeiter des Betriebs im selben Auftrag.

Wer bucht – Sie oder ich.

Beides ist tägliche Praxis. Ich suche in Absprache mit Ihnen aus und stelle den Kontakt her, oder Sie buchen selbst, weil Sie ohnehin jemanden kennen. Was besser passt, entscheiden wir im Vorgespräch; für den Ablauf am Aufnahmetag macht es keinen Unterschied.

Die Gage läuft nicht über mich. Model oder Agentur rechnen direkt mit Ihnen ab. Mein Angebot bleibt der Fototag – was die Besetzung kostet, steht dort nicht drin und taucht auch nicht als Posten auf meiner Rechnung auf.

Was Sie bei einem Model nicht bekommen.

Ein Punkt, den man vorher wissen sollte, weil er meinem eigenen Versprechen widerspricht: Die Nutzungsrechte, die Sie von mir bekommen, sind zeitlich und örtlich unbegrenzt. Die Zustimmung eines Models ist das in aller Regel nicht. Sie wird vereinbart – für bestimmte Medien, oft für eine bestimmte Dauer, manchmal für ein bestimmtes Gebiet.

Praktisch heißt das: Klären Sie beim Buchen, wofür und wie lange das Bild laufen soll, und halten Sie es fest. Dieselbe Liste, die Sie ohnehin brauchen, steht unter Wo Ihre Bilder überall landen. Was von meiner Seite gilt, steht unter Was Ihnen an den Bildern gehört.

Kinder im Bild.

Kommt seltener vor, ist aber kein Sonderfall: Spielzeug, Kindergartenausstattung, der Familienbetrieb, in dem die Tochter mitanpackt. Was sich in der Praxis bewährt hat, ist schnell gesagt. Ein Elternteil ist dabei, immer. Man plant kurz – zwanzig gute Minuten sind mehr wert als zwei geplante Stunden. Und das Kind gibt das Tempo vor, nicht die Motivliste; wenn es nicht mag, hört man auf und macht etwas anderes.

Alles Weitere klären Sie vorher, mit den Eltern und, wenn es die Schulzeit berührt, mit der Schule.

Gestellte Familienszene mit Models: Mutter liest mit zwei Kindern – Patzsch Werbefotografie
02·24Models Familie
Werbefotografie Gartenbau on location – Patzsch Werbefotografie
02·05Werbefotografie Gartenbau

Fragen zu
Models.

Die Kurzfassung.

6 Fragen
Müssen unsere Mitarbeiter vor die Kamera?

Nein. Wer nicht möchte, gehört nicht ins Bild – überredete Menschen sieht man auf Fotos sofort. Für die Szenen, die trotzdem Menschen brauchen, gibt es Models.

Buchen Sie die Models oder machen wir das?

Beides ist tägliche Praxis. Ich suche in Absprache mit Ihnen aus und stelle den Kontakt her, oder Sie buchen selbst. Für den Ablauf am Aufnahmetag macht es keinen Unterschied.

Was kostet ein Model?

Das steht nicht in meinem Angebot. Model oder Agentur rechnen direkt mit Ihnen ab; mein Teil bleibt der Fototag. Was die Besetzung kostet, hängt von Bekanntheit, Dauer und Verwendung ab.

Dürfen wir Bilder mit Models genauso lange nutzen wie die anderen?

Meistens nicht. Meine Nutzungsrechte sind zeitlich und örtlich unbegrenzt, die Zustimmung eines Models ist in der Regel vereinbart – für bestimmte Medien, oft für eine bestimmte Dauer. Klären Sie das beim Buchen und halten Sie es fest.

Können wir Mitarbeiter und Models mischen?

Ja, das ist sogar der Normalfall: Models für gestellte Szenen, Ihre Mitarbeiter für die Arbeit. Für Signal Iduna habe ich genau so gearbeitet.

Und wenn Kinder ins Bild sollen?

Ein Elternteil ist immer dabei, geplant wird kurz, und das Kind gibt das Tempo vor. Alles Weitere klären Sie vorher mit den Eltern und gegebenenfalls mit der Schule.

Reden wir über
Ihr Projekt.

Erzählen Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich in der Regel am selben Werktag.

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